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 Pachymetrie - Messung der Hornhautdicke

Als die Instrumente zur Augendruckmessung konstruiert wurden, ging man von einer Hornhautdicke von ca.560 Mikrometer aus. Da diese aber in weiten Grenzen variiert, ist die Augendruckmessung nur glaubhaft, wenn die Hornhaut auch diesem Wert entspricht. Mit so genannten Pachymetern kann heute eine genaue Messung erfolgen.

Wenn die Hornhaut eine stärkere Dicke als diese 560 Mikrometer aufweist, sind die effektiven Augendruckwerte umso geringer, je weiter der gemessene Wert von dem postulierten Mittelwert abweicht. Dies erklärt u.a., dass bei manchen Patienten trotz "zu hoher" Augendruckwerte keine Glaukomschäden auftreten oder diese Patienten manchmal therapiert werden, obwohl es eigentlich nicht nötig wäre.

Anders ist die Situation, wenn die Hornhaut dünner als der Mittelwert ist. Hier wiegen sich Arzt und Patient in falscher Sicherheit, da die effektiven Augendruckwerte oft viel höher liegen können, als es die Instrumente anzeigen. Die Folge kann sein, dass ein Grüner Star nicht rechtzeitig erkannt oder zu spät therapiert wird.